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30 Jahre Mauerfall

Bildquelle: Markt Diedorf
Bildquelle: Markt Diedorf

10 Jahre Denkmal `Berliner Mauer´ in Diedorf

Sehr geehrte Mitbürgerinnen, sehr geehrte Mitbürger,

wer die Gegenwart verstehen und gestalten will, muss sich seiner Verantwortung für die Geschichte bewusst sein.

Seit dem 9. November 2009 erinnern in Diedorf sieben Original-Segmente der Berliner Mauer an die Teilung Deutschlands und den Fall der Mauer am 9. November 1989. Matthias Maresch hatte die mit Graffitis verzierten Teile kurz nach der Friedlichen Revolution im Rahmen eines Bauprojektes in Berlin-Köpenick käuflich erworben und fast 20 Jahre in einem Kieswerk zwischengelagert. Der Augsburger Unternehmer, der in Thüringen als Sohn von Flüchtlingen aus dem Sudentenland geboren wurde und noch vor dem Mauerbau mit seiner Familie nach Schwaben zog, fühlt sich seither mit dem Osten des Landes verbunden und betrachtet es als das größte Glück, dass die Revolution friedlich verlief. Im Jahr 2009 schenkte er die Mauerteile unserer Marktgemeinde, um sie der Öffentlichkeit als Mahnung zugänglich zu machen.

Die deutsche Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert ist durch viele Brüche und zahlreiche Polaritäten gekennzeichnet. Dieser Geschichte in einer demokratischen Erinnerungspolitik gerecht zu werden, ist angesichts der geteilten Erfahrungen in zwei deutschen Staaten mit unterschiedlichen politischen Systemen nach wie vor eine Herausforderung. Mit dem Denkmal `Berliner Mauer´ möchte der Markt Diedorf seinen Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur leisten und zu einem kontinuierlichen Dialog der Gegenwart mit der Vergangenheit anregen. Vor allem der bewusst gewählte Standort an der Schmuttertalhalle sowie in unmittelbarer Nähe zur Grund- und Mittelschule soll ein Ort des Erinnerns sein. So tragen diese Mauerteile auch dazu bei, das politische Bewusstsein und die demokratischen Kompetenzen unserer Schüler*innen in besonderer Weise im Rahmen des Unterrichts zu fördern.

Das Mahnmal soll daher für uns alle ein Gedenkzeichen sein, um an die deutsche Teilung und die Opfer des Grenzregimes zu erinnern. Nutzen Sie den öffentlichen Raum und erinnern Sie an Opposition, Widerstand, Zivilcourage und Selbstbehauptung! Nur damit kann das Bewusstsein für die Gegenwart der Vergangenheit geschärft werden.

Ihr
Peter Högg
Erster Bürgermeister

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86420 Diedorf

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