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Luftballons als Friedenszeichen

Am Himmelfahrtswochenende hatten sich 30 Diedorferinnen und Diedorfer auf die lange Reise nach Bonchamp-lès-Laval im Nordwesten Frankreichs gemacht, um gemeinsam mit den Freunden der Partnergemeinde ein paar Tage zu verbringen.
Einen Höhepunkt bildete die Eröffnung einer Hobbykünstlerausstellung. Nachdem im vergangenen Jahr die Bonchamper Maler ihre Bilder im Diedorfer Rathaus ausgestellt hatten, war es nun an den Diedorfer Künstlern ihre Werke in Bonchamp zu präsentieren. In der dortigen Mediathek können die Bilder unter dem Motto „Kunst verbindet“ bis Anfang August besichtigt werden.
Neben Kunst und Kultur kam auch die körperliche Betätigung nicht zu kurz. Zu einem lockeren Sportparcours traf man sich auf den ausgedehnten Bonchamper Sportanlagen. Die Diedorfer Gäste staunten nicht schlecht über die im Verhältnis zur Gemeindegröße riesigen Flächen, die von allen Vereinen und Bürgern genutzt werden können.
Ganz im Zeichen der Lokalgeschichte standen die Besichtigung der romanischen Kirchenruine „La Cassine“ sowie die Führung durch die Bonchamper Pfarrkirche St. Blaise. Die sachkundigen Führer konnten anhand der auf das 11. Jahrhundert zurückgehenden Bauwerke viel Interessantes über die Entwicklung der Partnergemeinde berichten.
Im Rahmen des Festabends in der Mehrzweckhalle „Les Angenoises“ betonten die Vereinsvorsitzenden, dass die Gemeindepartnerschaft auch nach 27 Jahren lebendig und fruchtbar sei. Xavier Rogue, der Präsident des Bonchamper Komitees, erachtet es dabei als wichtig, insbesondere auch die junge Generation immer wieder in die Aktivitäten miteinzubinden und die Treffen zwischen den Gemeinden attraktiv und zeitgemäß zu gestalten. Wie der Diedorfer Vorsitzende Rudolf Schönle ausführte, sei es in Anbetracht der aktuellen politischen Lage von großer Bedeutung, gute und stabile Beziehungen zu seinen Nachbarländern zu haben. So ist vorgesehen, beim alljährlichen Jugendaustausch im August zum ersten Mal auch eine Gruppe aus Diedorfs tschechischer Partnergemeinde Bernatice miteinzubeziehen.
Wie eng die Beziehungen zwischen Diedorf und Bonchamp mittlerweile sind, zeigte sich auch daran, dass es möglich war, eine gemeinsame Zeremonie in Erinnerung an das Ende des 2. Weltkriegs zu gestalten. Rund um den 8. Mai, der in Frankreich ein offizieller Feiertag ist, finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. In Bonchamp hatte man sich entschlossen, zusammen mit den deutschen Partnern eine Friedenszeremonie zu begehen. Diedorfs Bürgermeister Peter Högg sagte in seiner Ansprache, man dürfe in Anbetracht der Opfer von Krieg und Gewalt nicht aufhören, für den Frieden zu werben. Sein Amtskollege Gwénaël Poisson sprach die schwierigen Kriegszeiten mit Millionen von Toten an. In Hinblick auf diese Vergangenheit sei der deutsch-französische Vertrag zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle das Fundament der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich gewesen. Unendlich wichtig seien danach die zahlreichen Gemeindepartnerschaften geworden, über die sich die Menschen beider Länder besser kennenlernen konnten. So ist es für die jüngere Generation mittlerweile selbstverständlich, dass zwischen Deutschland und Frankreich eine stabile Freundschaft besteht. Es folgte ein eindringlicher Appell, sich weiterhin für Frieden und Freundschaft in unseren Ländern und auch in ganz Europa einzusetzen. Als Zeichen des Friedens ließ man an einem Grabmal für französische und deutsche Soldaten weiße, mit Tauben bedruckte Luftballons in den Himmel steigen.

Bild: (I. Christopher)

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